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BIOTRONIK SE & Co.KG
Woermannkehre 1
12359 Berlin
Deutschland
+49 (0)30/68905-1111
patienten@biotronik.de

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Schrittmachersysteme lassen sich nach Anzahl ihrer angeschlossenen Elektroden in so genannte Ein- und Zweikammer-Systeme unterscheiden. Die Begrifflichkeiten beziehen sich dabei auf die Fähigkeit des Herzschrittmachers, eine oder zwei Kammern stimulieren und entsprechende Herzaktivitäten wahrnehmen zu können. Bei Zweikammersystemen liegt eine Elektrode gewöhnlich im Vorhof, und eine weitere in der Kammer. So können die Aktivitäten beider Kammern genau aufeinander abgestimmt und eine optimale Kontraktion des Herzmuskels gewährleistet werden.
Viele Schrittmachersysteme helfen zu langsamen Herzen aber nicht nur bei Bedarf auf die Sprünge, sondern passen ihre Therapien individuell an jede Rhythmusstörung an. Welches Therapiesystem am besten zu einem Patienten passt, hängt von der vorliegenden Herzerkrankung und dem Urteil des verantwortlichen Arztes ab.
Alle Herzschrittmacher bieten neben ihren therapeutischen Möglichkeiten auch zahlreiche diagnostische Vorteile. Wie ein Logbuch zeichnen die Geräte auf wann, wie oft und wie lange eine Rhythmusstörung auftritt - unabhängig davon, ob sie der Patient sie selbst wahrnimmt oder nicht. Alle Informationen können im Rahmen der regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen über ein Gerät oder auch telemedizinisch durch den Arzt abgerufen und zur Therapieoptimierung genutzt werden.
Einkammer-Schrittmacher
So genannte Einkammer-Systeme werden über ein einziges dünnes Kabel (Elektrode oder Sonde) im rechten Vorhof oder Ventrikel mit dem Herzen verbunden. Die Elektrode ermöglicht die Überwachung der Herzaktivität sowie die Übertragung der therapeutischen Impulse an das Herz. Einkammer-Schrittmacher werden häufig für Patienten gewählt, deren Impulse vom Sinusknoten regelmäßig zu langsam erzeugt werden (Sinusknotensyndrom).
Zweikammer-Schrittmacher
Zweikammer-Schrittmacher sind über zwei dünne Kabel (Elektroden) mit dem Herzen verbunden. Eine Sonde wird im Vorhof, die andere in der Kammer verankert. Dadurch können sie sowohl den Vorhof als auch die Kammer überwachen und nach Bedarf stimulieren. Zweikammer-Schrittmacher können nicht nur gegen zu langsame Rhythmusstörungen eingesetzt werden, sondern sind auch in der Lage, Vorhofflimmern mit Hilfe präventiver Stimulationen zu behandeln. Sie können Verzögerungen in der elektrischen Erregungsleitung wahrnehmen und bedarfsweise ausgleichen. Extraschläge, die außerhalb des Sinusrhythmus im Vorhof auftreten und Vorhofflimmern fördern können, lassen sich so effektiv vermeiden (präventive Stimulation).

Einkammer-Schrittmacher

Zweikammer-Schrittmacher