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TRUST-Studie vergleicht Fernüberwachung und konventionelle Nachsorge bei Patienten mit Implantierbarem Defibrillator (ICD)

Berlin, 07. Januar 2009. BIOTRONIK, der Pionier der Telekardiologie, veröffentlicht jetzt eine klinische Studie, die die Vorteile der automatischen Fernüberwachung für Herzpatienten belegt. Die Ergebnisse der Landmark-Studie TRUST zeigen deutlich, dass Home Monitoring für Patienten mit Implantierbarem Defibrillator (ICD) eine sichere und effektive Alternative zur konventionellen Nachsorgepraxis in den Kliniken darstellt. Durch den Einsatz von BIOTRONIK Home Monitoring® wird die Häufigkeit von Arztkonsultationen signifikant reduziert. Zentren mit überlasteten Betreuungskapazitäten können von diesen Erkenntnissen besonders profitieren. 

Entwickelt von einem US-amerikanischen Steering Committee aus Elektrophysiologen, vergleicht TRUST als erste und größte Studie die Fernüberwachung (Home Monitoring) mit der konventionellen Nachsorge und untersucht die Frage, ob die Reduktion von Arztkonsultationen möglich ist, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. 1.443 Patienten wurden in der prospektiven, randomisierten Studie in 105 nordamerikanischen Zentren beobachtet. Zur Anwendung kam die vollautomatische, mobilfunkbasierte Home-Monitoring-Technologie von BIOTRONIK, dem ersten Hersteller telekardiologischer Implantate. Mit diesem telemetrischen Service wird der Zustand des Patienten und des Implantats täglich überwacht, eine aktive Mitwirkung des Patienten ist nicht erforderlich.

"Die Daten zeigen, dass BIOTRONIK Home Monitoring auf sichere Art und Weise den Bedarf an konventionellen Nachsorgeterminen senkt - während sich gleichzeitig die Bereitschaft zur Einhaltung von Terminen verbessert und relevante kardiovaskuläre Ereignisse frühzeitiger erkannt werden", bestätigt Dr. Niraj Varma, der leitende Prüfarzt der TRUST Studie an der Cleveland Clinic (USA). "Aufgrund der Ergebnisse dieser groß angelegten klinischen Studie bin ich davon überzeugt, dass die Ärzte mit Hilfe von Home Monitoring ihre Implantat-Patienten besser betreuen können.“

Im Vergleich zur Kontrollgruppe mit konventioneller Nachsorgepraxis erbrachten die Daten der Home-Monitoring-Gruppe folgende Ergebnisse:

Die Zahl der Nachsorge-Untersuchungen in der Klinik wird durch Home Monitoring reduziert. Dabei wird die Sicherheit der Patienten nicht beeinträchtigt. Patienten der Home-Monitoring-Gruppe besuchten nur etwa halb so oft die Nachsorge-Sprechstunde in der Klinik, während der gleiche Erfolg wie in der Kontrollgruppe erzielt wurde.

Medizinisch relevante Arrhythmie-Ereignisse können frühzeitig erkannt werden. In der Home-Monitoring-Gruppe konnte die Zeit vom Beginn bis zur Bewertung eines Ereignisses, je nach Art der detektierten Arrhythmie, um 21-35 Tage verringert werden.

Ein effizientes Zeitmanagement in der Klinik wird gefördert. Bei 89 Prozent der über Home Monitoring ausgelösten Ereignis-Nachrichten konnten die Patienten aus der Ferne betreut werden, ein Klinikbesuch war nicht erforderlich.

"Die Studienergebnisse zeigen, dass Home Monitoring die Betreuung erleichtert und die Sicherheit erhöht, was ein wichtiger zusätzlicher Nutzen für die Patienten ist", betont Dr. Andrew Epstein, leitender Prüfarzt der TRUST-Studie und Professor für Medizin im Fachbereich kardiovaskuläre Krankheiten an der University of Alabama in Birmingham (USA).

"Die Reduktion von geplanten und ungeplanten Konsultationen, die kein Eingreifen des Arztes nach sich ziehen, wird entscheidend dazu beitragen, den Druck in überlasteten Herzkliniken zurückzunehmen. Damit können sich die Ärzte auf diejenigen Patienten konzentrieren, bei denen eine Änderung der Therapie wirklich erforderlich ist", kommentieren Dr. Charles Love, leitender Prüfarzt der TRUST-Studie, Direktor des Bereichs Arrhythmia Device Services, und die ihn unterstützende Forscherin Dorothy M. Davis vom Heart & Lung Research Institute des Ohio State University Medical Center (USA), die Ergebnisse.

 

Über TRUST

Die klinische Studie TRUST untersuchte mehr als ein Jahr lang die Hypothese, dass Home Monitoring eine sichere und effektive Methode für die Nachsorge von ICD-Patienten ist. An der prospektiven, randomisierten, kontrollierten Multicenter-Studie nahmen 1.443 Patienten in 105 Zentren in den Vereinigten Staaten und Kanada teil. Sie wurden in einem Verhältnis von 2:1 den Home-Monitoring- bzw. konventionellen Gruppen zugeteilt. Alle Teilnehmer der Studie trugen entweder einen Einkammer- oder einen Zweikammer-ICD.

 

Über BIOTRONIK Home Monitoring

Als erstes Unternehmen entwickelte BIOTRONIK vor mehr als sieben Jahren ein Telekardiologie-System auf Basis des GSM-Mobilfunks und brachte diese Technologie auf den Markt. Bis heute sind mehr als 150.000 Home-Monitoring-Geräte implantiert worden, die in über 3.000 Kliniken in mehr als 50 Ländern weltweit die Patientenbetreuung verbessern.

 

Über Implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren (ICD)

ICDs kommen bei Patienten mit einem Risiko für wiederkehrende, anhaltende ventrikuläre Tachykardien oder Kammerflimmern zur Anwendung. Das Gerät wird in einer Hauttasche unterhalb des Schlüsselbeins oder im Bauch implantiert und mit Elektroden verbunden, die im Herzen oder an dessen Oberfläche positioniert werden. Mit Hilfe dieser Elektroden können elektrische Schocks übertragen, der Herzrhythmus erkannt und das Herz bei Bedarf stimuliert werden. Die Elektronik des angeschlossenen Pulsgenerators ist in der Lage, Rhythmusstörungen automatisch zu überwachen und zu behandeln.

 

Über BIOTRONIK GmbH & Co. KG

Als einer der weltweit führenden Hersteller kardiovaskulärer Medizintechnik mit Millionen implantierter Produkte ist BIOTRONIK mit 4000 Mitarbeitern in über 100 Ländern präsent. Wir sind nah am Puls der Medizin und haben uns als Partner der Ärzte einen guten Namen gemacht. Indem wir die klinischen Herausforderungen bewerten, stellen wir bestmögliche Lösungen für alle Phasen der Patientenbetreuung bereit, von der Diagnostik über die Therapie bis hin zum Patientenmanagement. Auf unseren Markenzeichen Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit beruht der wachsende Erfolg von BIOTRONIK - weil wir Zuversicht, Vertrauen und Sicherheit bei Ärzten und Patienten in aller Welt damit stärken.

 
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Pressemitteilung

 

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