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Erster Patient in multizentrische Home-Monitoring-Studie eingeschlossen

Berlin, 18. Juli 2008. BIOTRONIK gibt den Einschluss des ersten Patienten in die HomeCARE II Studie bekannt. Als Pionier der Telekardiologie setzt das Unternehmen damit einen weiteren Impuls zur wissenschaftlichen Untersuchung des klinischen Nutzens der automatischen Fernübertragung für die Herzinsuffizienz-Therapie.

Als internationale, multizentrische Studie wird HomeCARE II Langzeittrends des Lungenwiderstands (intrathorakale Impedanz) von herzinsuffizienten Patienten sammeln. Auf der Basis dieser Daten soll der Detektionsalgorithmus zur Früherkennung einer progredienten Herzinsuffizienz weiterentwickelt werden. Dabei spielt das Messen des Flüssigkeitsstatus in den Lungen eine wichtige Rolle. Alle 300 Patienten werden ein ICD- oder CRT-Implantat aus der innovativen Lumax 540 Familie erhalten. Neben ihren fortschrittlichen Therapiefunktionen sind diese BIOTRONIK Implantate in der Lage, spezielle Parameter zu erfassen, welche die Voraussage einer akuten Verschlimmerung der Herzinsuffizienz zulassen. Die webbasierte Home Monitoring-Technologie ermöglicht dabei die kontinuierliche Fernüberwachung des Patientenstatus. Rechtzeitige therapeutische Maßnahmen sollen das Risiko einer Fehlfunktion des Herzens (Dekompensation) oder eines Krankenhausaufenthaltes senken.

 

Herzinsuffizienz: Akute Dekompensation führt zu hohen Hospitalisierungsraten

Ein erhöhtes Hospitalisierungs- oder Mortalitätsrisiko rechtzeitig zu erkennen und die Zahl der Einweisungen zu reduzieren, ist für den Patienten, aber auch für das Gesundheitswesen vieler Länder ausgesprochen wichtig. Herzinsuffizienz ist eine häufige Erkrankung. Der Anstieg der Patientenzahlen lässt sich auf die gestiegene Lebens­erwartung in den Industrieländern und verbesserte Überlebenschancen nach einem Herzinfarkt zurückführen. Insgesamt sind weltweit ca. 22 Millionen Patienten betroffen. Damit bildet die Behandlung der Herzinsuffizienz einen erheblichen Kostenfaktor, der bis zu 2 % des jährlichen Gesundheitsbudgets betragen kann. Das akute Management herzinsuffizienz-bezogener Hospitalisierungen bildet den größten Einzelposten bei den Ausgaben von Krankenhäusern.

 

Neuer Sensor: misst den Gewebewiderstand, erkennt ansteigende Flüssigkeit

Die Überwachung des Flüssigkeitsstatus kann herangezogen werden, um die akute Dekompensation und die Hospitalisierung zu vermeiden. Bedingt durch die Herzinsuffizienz, sammelt sich bei vielen Betroffenen aufgrund einer Lungenstauung Flüssigkeit im Gewebe. Die kontinuierliche Beobachtung des so genannten Lungen­wassers übernimmt der Lungenwassersensor. Im Rahmen der Studie messen dazu alle Lumax 540 ICDs und CRT-Geräte täglich die intrathorakale Impedanz (Widerstand). Durch Abgabe hochfrequenten Stroms kann in dem Feld zwischen Gerätegehäuse und rechtsventrikulärer Schockwendel die aktuelle Impedanz ermittelt werden. Fällt die Impedanz ab, weist dies auf eine erhöhte Leitfähigkeit und damit auf einen ansteigenden Flüssigkeitsgehalt hin. „Wir werden untersuchen, wie sich die erhobenen Daten, der klinische Zustand des Patienten und die Hospitalisierungs­raten im Detail zueinander verhalten. Unser wichtigstes Ziel ist es, einen zuverlässigen Algorithmus herauszuarbeiten“, sagt PD Dr. Sebastian Maier, Leitender Prüfarzt der Studie vom Universitätsklinikum Würzburg. „In einem weiteren Schritt hoffen wir, damit den Heart Failure Monitor® noch aussagekräftiger zu gestalten.“

 

Heart Failure Monitor: Voraussage von Risiken soll noch zuverlässiger werden

Der von BIOTRONIK entwickelte Heart Failure Monitor stellt dem Arzt Trendberichte über verschiedene Parameter zur Verfügung, die zur Früherkennung einer akuten Verschlechterung der Insuffizienz herangezogen werden. Mit dem neuen, integrierten Lungenwassersensor überwachen die Lumax 540 Implantate nun auch den Flüssigkeitsgehalt der Lungen. Auf der Basis der Langzeitdaten aus der HomeCARE II Studie wird BIOTRONIK den Heart Failure Monitor weiterentwickeln.

 

Zukunftstechnologie: automatische Früherkennung durch Home Monitoring

„Mit der neuesten Implantatserie Lumax 540 gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung automatische Früherkennung“, kommentiert Marlou Janssen, BIOTRONIK Vice President Marketing und Sales CRM, den erfolgreichen Start der Studie. „Indem die intrathorakale Impedanz mehrmals täglich gemessen und mit Home Monitoring übertragen wird, werden die Ärzte zukünftig in der Lage sein, eine bevorstehende Dekompensation früh zu erkennen und umgehend therapeutisch zu intervenieren.“ Die moderne, GPRS-basierte Technologie BIOTRONIK Home Monitoring® gewährleistet rund um die Welt die automatische Übertragung von Therapie-, Diagnostik- und technischen Daten. Über eine gesicherte Internetverbindung kann der Arzt von überall her den Patientenstatus überwachen. Bei wesentlichen Ereignissen wird der Kardiologe vom Home Monitoring Service Center benachrichtigt. Wie neueste klinische Studien zeigen, erhöht diese Technologie die Therapie-Sicherheit, der Kosten- und Zeitaufwand für die Nachsorgeuntersuchungen wird signifikant reduziert.

 

Über BIOTRONIK GmbH & Co. KG

Als einer der weltweit führenden Hersteller kardiovaskulärer Medizintechnik mit Millionen implantierter Produkte ist BIOTRONIK auf allen Weltmärkten präsent. Wir verstehen uns als Partner der Ärzte und des medizinischen Fachpersonals. Wir unterstützen die Ärzte darin, ihre Herausforderungen zu bewerten und bieten ihnen die beste Lösung, die bestmögliche Therapie: aktive Herzimplantate, minimal-invasive Produkte und Technologien für die Diagnose, die Elektrotherapie, die Vaskuläre Intervention oder das Therapiemanagement. Unsere Markenzeichen sind Qualität, Innovation und Zuverlässig­keit. Darauf beruht der wachsende Erfolg von BIOTRONIK. Weil wir Zuversicht, Vertrauen und Sicherheit bei Ärzten und Patienten in aller Welt damit stärken.

 


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