Press release

Verbesserte Kompatibilität von Magnetresonanztomographie und Ablation verspricht erfolgreiche, sichere und schnelle Therapie von Rhythmusstörungen

Berlin, 14. Mai 2009. Zur Weiterentwicklung der Elektrophysiologie wurde das diesjährige Max-Schaldach-Forschungsstipendium kürzlich an Dr. Peter Nordbeck, Medizinische Klinik I der Universität Würzburg, vergeben. Damit unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (www.dgk.org) die Forschungsarbeit des Kardiologen zur Vereinbarkeit der MRT-Bildgebung mit elektrophysiologischen Untersuchungen und Therapien bei Rhythmusstörungen.

Eine detaillierte Darstellung von Gewebestrukturen ist für Kardiologen und Elektrophysiologen von größter Bedeutung, wenn sie veränderte, für eine Rhythmusstörung verantwortliche Stellen im Herzen auffinden und sicher therapieren wollen. Für die Kontrolle der Ablation - das Veröden krankhafter Gewebestellen durch Erwärmen der Katheterspitze - ist das heute übliche Röntgenverfahren nicht ideal. Aufgrund des geringen Gewebekontrastes kann der Erfolg der Therapie hier nur indirekt durch Ableitung elektrischer Potentiale überprüft werden.

Bisher erfolgreich verlaufene Versuche der Uniklinik Würzburg (Dr. Peter Nordbeck, PD Dr. Oliver Ritter, Prof. Wolfgang Bauer) zur Ablation unter Kernspin-/Magnetresonanz­tomographie (MRT) nutzten deren Vorteil, auch feinere Herzstrukturen in hervorragender Qualität darstellen zu können. Als weiterer wichtiger Vorzug dieses Verfahrens gilt die Tatsache, dass der Patient nicht durch Strahlung oder Kontrastmittel belastet wird.

Die geplante Forschungsarbeit zum Thema „Visualisierung und Charakterisierung therapeutischer EP-Läsionen mittels kardialer MRT“ soll nun dazu beitragen, den Therapieerfolg direkt, d.h. visuell, zu kontrollieren. Nach Ansicht von Dr. Nordbeck können elektrophysiologische Eingriffe damit künftig verkürzt und sicherer gestaltet werden; ein Wiederauftreten der Rhythmusstörung nach dem Eingriff wird zudem weniger wahrscheinlich. „Die Bildgebung mittels MRT birgt ein enormes Potenzial für die Nachkontrolle schwieriger Läsionen, vor allem aber für die intraprozedurale Anwendung“, kommentiert Dr. Nordbeck das Forschungsvorhaben. „Durch die exakte dreidimensionale Darstellung wird es möglich, therapeutische Läsionen genauer zu charakterisieren, Lücken in Ablationsstraßen zu identifizieren sowie temporäre und permanente Gewebeschäden weitaus sicherer aufzudecken und voneinander zu unterscheiden.“

Durch den Einsatz spezieller Katheter konnten in bisherigen Untersuchungen bereits Unverträglichkeiten verringert werden, indem Interferenzen, die zwischen den Hochfrequenzfeldern von MRT und elektrophysiologischen Therapiesystemen entstehen, minimiert wurden. So ließen sich während der Experimente elektrische Signale aufzeichnen und die Bildqualität wurde bei Therapieabgabe nicht wesentlich gestört.

 

Max-Schaldach-Forschungsstipendium der DGK

Das von der BIOTRONIK GmbH & Co. KG gesponserte Max-Schaldach-Forschungs­stipendium wird seit 2004 jährlich während der Jahrestagung der DGK an experimentell oder klinisch tätige Mediziner sowie Naturwissenschaftler vergeben. Es ist dem Andenken an den Wissenschaftler und Unternehmer Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Max Schaldach gewidmet und mit 25 000 Euro dotiert.

Mehr Informationen unter:

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung

 

Über BIOTRONIK GmbH & Co. KG

Als einer der weltweit führenden Hersteller kardiovaskulärer Medizintechnik mit Millionen implantierter Produkte ist BIOTRONIK mit 4500 Mitarbeitern in über 100 Ländern präsent. Wir sind nah am Puls der Medizin und haben uns als Partner der Ärzte einen guten Namen gemacht. Indem wir die klinischen Herausforderungen bewerten, stellen wir bestmögliche Lösungen für alle Phasen der Patientenbetreuung bereit, von der Diagnostik über die Therapie bis hin zum Patientenmanagement. Auf unseren Markenzeichen Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit beruht der wachsende Erfolg von BIOTRONIK - weil wir Zuversicht, Vertrauen und Sicherheit bei Ärzten und Patienten in aller Welt damit stärken.


 

 


Pressemitteilung

 

Contact Information

Your Question or Comment