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BIOTRONIK stellt neues ökonomisches Modell vor: Fernnachsorge von Patienten mit aktiven Herzimplantaten reduziert Arbeitsbelastung und Kosten für das Gesundheitssystem

BERLIN, Deutschland, 7. November 2011— Zum ersten Mal liefert ein Modell eine Einschätzung über die gesundheitsökonomische Belastung durch die Nachsorgeuntersuchungen von Patienten mit aktiven Herzimplantaten in Deutschland und Großbritannien. BIOTRONIK präsentierte am 6. November auf dem 14. Europäischen Jahreskongress der „International Society for Pharmacoeconomics and Outcomes Research“ (ISPOR) in Madrid, Spanien, wie sich die Kosten und die Zahl der Nachsorgeuntersuchungen von Patienten mit implantierten Herzschrittmachern, Kardioverter-Defibrillatoren (ICDs) und Resynchronisationstherapie (CRT)- Implantaten in den kommenden vier Jahren entwickeln werden.

“Durch die stetig wachsende Zahl der Patienten mit Herzimplantaten steigt auch der Bedarf an Nachsorgeuntersuchungen, der die Leistungserbringer vor echte Kapazitätsprobleme stellt“, erklärt Dr. Carsten Stoepel vom Lukas Krankenhaus in Neuss, Deutschland. „Neue Strategien sind erforderlich, um diesen Bedarf, der ein erhebliches Plus an Arbeitsbelastung mit sich bringt, auch in Zukunft decken zu können. Wie die TRUST1-2 Studie gezeigt hat, ist BIOTRONIK Home Monitoring® eine sehr effektive Nachsorge-Methode: BIOTRONIK Home Monitoring® verringert die Anzahl der Klinik- und Praxisnachsorgen im Vergleich zum konventionellen Nachsorgeschema um 45 Prozent. Gleichzeitig erhöht BIOTRONIK Home Monitoring® die Patientensicherheit, da klinisch relevante Ereignisse deutlich früher erkannt werden.“

Die ökonomische Modellrechnung von BIOTRONIK geht für Deutschland von rund 677.800 Patienten mit aktiven Herzimplantaten im Jahr 2010 aus. Werden für Patienten mit Herzschrittmachern zwei Routinenachsorgeuntersuchungen beim Arzt zugrunde gelegt und für Patienten mit ICDs oder CRTs vier, wird die Zahl der insgesamt 1,66 Millionen Routinenachsorgeuntersuchungen aus dem Jahr 2010 auf 2,23 Millionen im Jahr 2015 steigen. Unvorhergesehene Arztbesuche wurden dabei nicht berücksichtigt. Allein die mit den Routineuntersuchungen verbundenen Kosten für Patienten und Kliniken werden im selben Zeitraum von 106 Millionen Euro auf 142 Millionen steigen. Wenn 50 Prozent der Patienten einmal im Jahr zu einer Präsenznachsorge gingen und ihre weiteren Untersuchungen per Fernnachsorge erfolgten, würde dies in 2015 eine jährliche Kostenersparnis von etwa 44 Millionen Euro für Patienten und Kliniken bedeuten.

Für Großbritannien geht das Modell von rund 225.000 Patienten mit aktiven Herzimplantaten aus. Ebenso wie in Deutschland wurden für Patienten mit Herzschrittmachern zwei, für Patienten mit ICDs oder CRTs jeweils vier Routinenachsorgeuntersuchungen beim Arzt zugrunde gelegt. Gemäß der Schätzung wird die Zahl der insgesamt 538.000 Routinenachsorgeuntersuchungen aus dem Jahr 2010 auf 836.000 im Jahr 2015 steigen. In Großbritannien werden die damit verbundenen Kosten für Patienten und Kliniken von 28 Millionen Euro im Jahr 2010 auf voraussichtlich 43 Millionen Euro im Jahr 2015 steigen. Wenn 50 Prozent der Patienten einmal im Jahr zur Präsenznachsorge gingen und ihre anderen Untersuchungen per Fernnachsorge erfolgten, würde dies in 2015 eine jährliche Kostenersparnis von etwa 13 Millionen für die betroffenen Patienten und für die Kliniken bedeuten.

“Krankenhäuser, Krankenversicherungen und Politiker sind gefordert, eine Lösung für die wachsende Zahl der Nachsorgen und die damit verbundene Arbeitsbelastung zu finden“, erklärt Dr. Carsten Stoepel. „Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder investiert man, um die Kapazitäten zu erweitern oder man sucht nach effizienteren Lösungen, wie sie etwa die Fernnachsorge mit BIOTRONIK Home Monitoring® bietet.“

Vor dem Hintergrund, dass bei 70 bis 90 Prozent aller Routinenachsorgen in Klinik und Praxis keine weitere ärztliche Intervention erforderlich ist und in Anbetracht der wachsenden Patientenzahlen, wird der Bedarf an einer effizienteren Nachsorge deutlich. „BIOTRONIK Home Monitoring® gibt Ärzten die Möglichkeit, ihre Patienten wesentlich effizienter und dabei noch effektiver versorgen zu können“, betont Dr. Werner Braun, Geschäftsführender Direktor von BIOTRONIK.

“Die Fernnachsorgetechnologie von BIOTRONIK hilft den Ärzten, den Gesundheitszustand ihrer Patienten viel besser nachverfolgen zu können als das konventionelle Nachsorgeschema. Von den Einsparungen, die sich mit BIOTRONIK Home Monitoring® erzielen lassen, profitiert das gesamte Gesundheitssystem. Die gewonnene Zeit können Ärzte jenen Patienten widmen, die ihre Hilfe am dringendsten benötigen. Erst durch die kontinuierliche Fernnachsorge können Ärzte diese Patienten überhaupt frühzeitig identifizieren“, so Dr. Carsten Stoepel. „Die TRUST Studie hat gezeigt, dass bei 90 Prozent der Routinenachsorgen keinerlei Interventionsbedarf besteht. Umso wichtiger ist es, die Zahl der Präsenznachsorgen zu reduzieren. Dass dies mit BIOTRONIK Home Monitoring® möglich ist und darüber hinaus klinisch relevante Ereignisse früher erkannt werden können, spricht eindeutig für das System. Kurzum: Die Technologie verbessert die Versorgung der Patienten ganz entscheidend, egal welches Herzimplantat der Patient trägt“, fasst Stoepel zusammen.

Über BIOTRONIK Home Monitoring®
BIOTRONIK Home Monitoring® ist das erste und bisher einzige Telemonitoring-System mit erweiterter Zulassung durch FDA und TÜV, basierend auf den Ergebnissen der Landmark-Studie TRUST1-2. Diese bestätigt die sichere Reduktion konventioneller Nachsorgen und die Früherkennung klinisch relevanter Ereignisse mit BIOTRONIK Home Monitoring®. Das System ermöglicht auf einzigartige Weise ein kontinuierliches, automatisches und drahtloses Telemonitoring des Patienten- und Implantatstatus mit täglicher Aktualisierung, ohne dass dazu die Mithilfe des Patienten erforderlich ist. Seit der ersten klinischen Anwendung im Jahr 2000 hat BIOTRONIK Home Monitoring® grundlegende Fortschritte im Telemonitoring erzielt. Heute wird BIOTRONIK Home Monitoring® in mehr als 3.800 Kliniken und 55 Ländern weltweit eingesetzt. Immer mehr Patienten profitieren von den Vorteilen der sicheren und effektiven Fernnachsorge.

Über BIOTRONIK SE & Co. KG
Als einer der weltweit führenden Hersteller kardiovaskulärer Medizintechnik ist BIOTRONIK mit mehr als 5.600 Mitarbeitern in über 100 Ländern präsent. Mit Millionen implantierten Produkten tragen wir dazu bei, Lebensqualität zu verbessern und Leben zu retten. Wir verstehen uns als Partner der Ärzte und des medizinischen Fachpersonals. Wir analysieren die Herausforderungen, denen Ärzte gegenüberstehen und bieten ihnen die besten Lösungen für alle Phasen der Patientenbetreuung, von der Diagnose über die Behandlung bis hin zum Patientenmanagement. Unsere Markenzeichen sind Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit. Darauf beruht der wachsende Erfolg von BIOTRONIK. Ärzte und Patienten weltweit schenken uns ihr Vertrauen, wir geben ihnen Sicherheit.

Für mehr Informationen: www.biotronik.com

Referenzen:
1
Varma et al., Circulation 2010, 122, 325–332
2 Varma et al., Circ Arrhythm Electrophysiol 2010, 3:428–436

 

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