Palpitation

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Heart Attack
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Herzerkrankungen

Was bedeutet Palpitation?

Als Palpitation bezeichnet man die bewusste Wahrnehmung des eigenen Herzschlags. Normalerweise nimmt man das Schlagen des eigenen Herzens nicht wahr. Nur wenn das Herz besonders heftig schlägt (Herzpochen), zum Beispiel bei Anstrengung, Aufregung, Freude oder Angst, oder wenn es kurz aus dem Takt kommt (Herzstolpern), werden wir uns seiner bewusst. Palpitationen können völlig harmlos sein, sie können aber auch auf Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder Herzrhythmusstörungen, hinweisen. Darüber hinaus können Palpitationen von Alkohol, Koffein, Medikamenten oder Drogen ausgelöst werden. Bei gehäuftem Vorkommen oder begleitenden Symptomen, wie beispielsweise Schwindel oder Schwäche sollte man sich kardiologisch untersuchen lassen.


Diagnostik und Therapie

Da viele sowohl harmlose als auch ernstzunehmende Ursachen die Palpitationen auslösen können, ist eine sorgfältige Untersuchung nötig, um das zugrundeliegende Problem zu erkennen. Nach der Aufnahme der medizinischen Vorgeschichte und der körperlichen Untersuchung zeichnet der Arzt die elektrische Aktivität des Herzens bei Ruhe und unter Belastung mit einem Elektrokardiogramm (EKG) auf. Der erfahrene Arzt erhält durch das EKG sehr viele Informationen über das Herz, seine Funktion und mögliche Krankheiten. Andere Erkrankungen kann der Arzt eventuell bei der Untersuchung des Herzens mit Ultraschall (Echokardiografie) erkennen.
Ein Langzeit EKG wird angefertigt, wenn der Patient zwar unter Palpitationen leidet, diese aber in der Arztpraxis nicht auftreten, oder der Arzt wissen möchte, wann und/oder bei welchen täglichen Aktivitäten diese vorkommen. Neben Holter-Geräten, die am Körper getragen werden und die Herzstromkurve im Verlauf von 24 Stunden aufzeichnen, gibt es auch Eventrecorder, die vom Patienten nur bei Palpitationen eingeschaltet werden. Eine Überwachung der Herzaktivität über Jahre ermöglichen Geräte, die man unter die Haut einpflanzt, wie z. B. der BioMonitor 2 von BIOTRONIK. Diese sehr langen Untersuchungszeiträume sind sinnvoll, wenn der Patient nur sehr selten unter Palpitationen leidet, diese aber mit ernstzunehmenden Symptomen wie beispielsweise Ohnmachtsanfällen einhergehen.
Die Therapie der Palpitationen hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab.
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