Closed Loop Stimulation

Closed Loop Stimulation

Seit mehr als 20 Jahren profitieren Patienten mit einem Herzschrittmacher oder Defibrillator von der Closed Loop Stimulation, über die nur Implantate von BIOTRONIK verfügen. Der Arzt kann diese intelligente Funktion aktivieren, damit die Patienten nicht nur bei körperlicher sondern insbesondere auch bei emotionaler Belastung ein normales Leben führen können.

Nicht nur unsere Herzschrittmacher verfügen über den CLS-Modus, sondern auch unsere implantierbaren Defibrillatoren und CRT-Implantate.

From Vision to Impact 

One Life.  Take Control with CLS


Übersicht

Details über CLS

Erfahrungsberichte

Übersicht

Was spricht dafür Patienten mit einem Implantat mit CLS zur physiologischen Frequenzanpassung zu versorgen?

Alle Menschen sind im Laufe ihres Lebens körperlicher und emotionaler Belastung ausgesetzt. Alltagsaktivitäten, Sport oder sogar Schach spielen oder ein Video anschauen können zu solch einer Belastung führen. Bei chronotroper Inkompetenz (CI) ist das Herz des Patienten nicht in der Lage, adäquat auf diese Reize zu reagieren. Studien haben gezeigt, dass CLS die Lebensqualität von Patienten mit chronotroper Inkompetenz oder vasovagalen Synkopen (VS) verbessern kann.¹ 

Dank der Frequenzanpassung durch CLS werden Herzschrittmacherpatienten auch bei emotionaler Belastung unterstützt.


Welche Patienten können von CLS profitieren?

CLS ist bei Patienten mit chronotroper Inkompetenz (CI), vasovagalen Synkopen (VS) und Vorhofflimmern (AF) von Nutzen. Die PROVIDE-Studie hat gezeigt, dass 75 % der CI-Patienten, bei denen der DDD-CLS-Modus aktiviert war, eine signifikante Verbesserung aufwies, im Gegensatz zu lediglich 22 % der Patienten im DDDR-Modus

 

 

Bei VS-Patienten reduziert CLS signifikant das Wiederauftreten von Synkopen. Im Rahmen der randomisierten, placebokontrollierten, doppelblind, multizentrischen BIOSync CLS-Studie wurde belegt, dass CLS die Synkopenrezidivrate nach zwei Jahren im Vergleich zu Placebo um 77 % reduziert.³ 

 

 

Bei Patienten mit paroxysmalem oder permanentem Vorhofflimmern (AF) ist das Herzzeitvolumen von entscheidender Bedeutung, wenn keine AV-Synchronität mehr gegeben ist. CLS kann diese Patienten mit einem zuverlässigen und flexiblem Algorithmus unterstützen, unabhängig davon, ob sie ein Einkammer- oder Zweikammerimplantat haben. Es wurde auch gezeigt, dass CLS die Vorhofflimmerlast der Patienten im Vergleich zu anderen Modi reduziert. Die BURDEN-I-Studie hat belegt, dass Patienten im CLS-Modus im Durchschnitt 0,11 Min/Tag eine AT-Last aufwiesen, während dies bei Patienten im DDDR-Modus im Schnitt 10,9 Min/Tag der Fall war.⁴ Anschließend zeigte auch die BURDEN-II-Studie eine niedrigere AT-Last bei programmiertem CLS-Modus.⁵


 

 

 

Ca. 40 % der Herzschrittmacherpatienten zwischen 70 und 80 Jahren weisen eine chronotrope Inkompetenz auf.⁶ Die Closed Loop Stimulation kann dazu beitragen, dass diese Patienten ihre Emotionen wieder unbeschwert erleben können!

 


CLS kann die Herzfrequenz an medikamentöse Therapien und emotionale Belastungssituationen anpassen

CLS kann auch bei Patienten eingesetzt werden, deren medikamentöse Therapie sich auf die Herzfrequenz auswirkt. Sollten Anpassungen nötig sein, werden diese umgesetzt, ohne dass eine Umprogrammierung der CLS-Parameter erforderlich ist, da die neuen Daten automatisch von CLS aktualisiert werden. Genauso automatisch liefert CLS bei mentaler und körperlicher Belastung die zu den neuen Daten passende Herzfrequenz.⁷

  1. Nur CLS bietet eine physiologische Frequenzanpassung bei mentaler Belastung, z.B. Schach spielen
  2. CLS reagiert mit einer adäquaten Frequenzanpassung bei hämodynamischen Veränderungen, die durch eine Isoproterenol-Infusion induziert wurden
  3. Nur CLS korreliert zwischen Herzfrequenz und Blutdruck bei allen Aktivitäten.
  4. CLS passt den Frequenzabfall graduell je nach Reduktion der Myokardkontraktilität an

Mehr Informationen über den Nutzen von CLS erhalten Sie hier von Dr. James Kneller.

1 E. Occhetta et al., Closed loop stimulation in prevention of vasovagal syncope. Inotropy controlled pacing in vasovagal syncope (INVASY).

2 Pavri BB et al., An Impedance Sensor (CLS) is Superior to Accelerometer for Chronotropically Incompetent Patients with Sinus Node Dysfunction: Results of a Pilot Study with a Dual Sensor Pacemaker.

Brignole M. et al., Cardiac pacing in severe recurrent reflex syncope and tilt-induced asystole

4 Puglisi et al., Impact of Closed-Loop Stimulation, overdrive pacing, DDDR pacing mode on atrial tachyarrhythmia burden in Brady-Tachy Syndrome.

5 Puglisi et al., Overdrive versus conventional or Closed-Loop rate modulation pacing in the prevention of atrial tachyarrhythmias in Brady-Tachy Syndrome.

6 John F. MacGregor et al. Prevalence of Chronotropic Incompetence in a Large Pacemaker Population: Effect of Gender and Age.

7 Zecchi P., A New Philosophy of Pacing.

Details über CLS

Nur CLS ermöglicht eine physiologische Frequenzanpassung

Das Herzzeitvolumen ist das Produkt aus Herzfrequenz und Schlagvolumen. Bei einer Sinusknotendysfunktion wird die Herzfrequenz nicht durch das autonome Nervensystem angepasst. Das autonome Nervensystem kann das Schlagvolumen durch Beeinflussung der Myokardkontraktilität erhöhen, doch ein hohes Schlagvolumen ist schlecht für den Patienten. CLS misst die Kontraktionsdynamik des Myokards in der näheren Umgebung der ventrikulären Elektrodenspitze. Dies funktioniert mit jeder herkömmlichen Stimulationselektrode. Die gemessene Kontraktionsdynamik des Myokards wird dann in eine entsprechende Anpassung der Herzfrequenz übersetzt, so dass eine tatsächlich physiologische Therapie ermöglicht wird.


Einfache Bedienung durch den Arzt

CLS ist durch den Arzt problemlos zu bedienen. CLS kann in mehr als 90 % der Fälle durch Einschalten und Verwendung der Standardparameter langfristig eingesetzt werden.¹ Der CLS-Modus ist auf der Anwenderoberfläche der Programmiergeräte einfach zu finden und zu aktivieren.


Weitere technische Details

1. Schritt: Erstellung der Ruhekurve

  • CLS misst die intrakardiale Impedanz in der näheren Umgebung der ventrikulären Elektrodenspitze bei jeder einzelnen Kontraktion der Herzkammer.
  • Wenn sich der Patient in einer Ruhephase befindet, werden automatisch anhand des Durchschnitts der letzten 256 Kurven der Stimulations- und Detektionsereignisse Referenzkurven erstellt. Diese Referenz wird kontinuierlich an die tatsächlichen Bedingungen in Ruhe angepasst.

Wie wird die Impedanzkurve erstellt?

Die Impedanz wird in der näheren Umgebung der rechtsventrikulären Elektrodenspitze gemessen und zeigt Veränderungen während der Systole auf.

Der Impedanzwert hängt von dem Verhältnis des Blut- und Muskelvolumens ab (1). Mit Kontraktionsbeginn erhöht sich der prozentuale Anteil des Muskelvolumens, was zu einem höheren Impedanzwert führt (2) (3) (4).

2. Schritt: Vergleich der Ruhekurve mit der Belastungskurve

  • Bei jedem Herzschlag ermittelt CLS die Impedanzkurve während der Systole und vergleicht sie mit der Referenz-Ruhekurve. Zur Messung der Impedanz sind keine speziellen Elektroden oder eine bestimmte Positionierung der bereits implantierten Elektroden erforderlich.
  • Eine geringe Abweichung der Kurven führt zu einer minimalen Frequenzanpassung. Das gleiche Prinzip gilt auch für mittlere und große Veränderungen.

3. Schritt: Automatische Kalibrierung von CLS

  • CLS wird in der Autoinitialisierungsphase des Implantats aktiviert.
  • CLS kalibriert sich selbst und passt sich automatisch an die jeweilige Situation des Patienten an.
  • Die Frequenzanpassung wird nicht von Veränderungen der Medikation des Patienten oder von kardialen Remodeling-Vorgängen beeinflusst, da CLS die Kurven kontinuierlich und automatisch mit neuen herzeigenen Daten aktualisiert.

Lassen Sie Ihre Patienten wieder ihre Emotionen unbeschwert erleben, indem Sie den CLS-Modus programmieren!

1 Lindovská et al., Clinical observations with Closed Loop Stimulation pacemakers in a large patient cohort: the CYLOS routine documentation registry (RECORD)

Erfahrungsberichte

BIOTRONIK Closes-Loop-Stimulation

Die Closed-Loop-Stimulation bietet die physiologischste Frequenzanpassung auf dem Markt. Sie ist nur mit Herzimplantaten von BIOTRONIK verfügbar.

Interview mit Dr. Prasad: CLS im Vergleich zum Akzelerometer

Dr. Prasad berichtet von seinen Erfahrungen mit CLS von BIOTRONIK im Vergleich zum Akzelerometer.

Interview mit Mark Dayer: CLS im Vergleich zum Akzelerometer

Dr. Dayer erzählt von seiner Erfahrung mit CLS von BIOTRONIK im Vergleich zum Akzelerometer.

Vasovagale Synkopen

Bei Janine, einer 36-jährigen Lehrerin, wurden vasovagale Synkopen diagnostiziert. Dank eines BIOTRONIK-Implantats mit CLS konnte sie ihr normales Leben wieder aufnehmen und wieder das tun, was sie am liebsten macht: unterrichten.