Arbeite mit Carsten Gerhard zusammen
Carsten arbeitet als Anlagenfahrer in der Produktion und betreut eine Anlage, auf der ein zentraler Bestandteil des Herzschrittmachers gefertigt wird. Im Interview erzählt er, wie sein Arbeitsalltag im Reinraum aussieht, warum Prozesse in der Medizintechnik besonders strukturiert sind und was ihm am Team und an der Zusammenarbeit wichtig ist.
Im Alltag eines Anlagenfahrers bei BIOTRONIK: Reinraum, Präzision, Schichtarbeit
Seit wann bist du bei BIOTRONIK und was machst du hier?
Ich bin seit Juni 2024 bei BIOTRONIK und arbeite als Anlagenfahrer. Mein Arbeitsalltag dreht sich um einen Vierpol-Automaten, der einen zentralen Bestandteil unserer Produkte herstellt – den Header, der später auf dem Schrittmacher eingesetzt wird.
Meine Aufgabe ist es, die Anlage zuverlässig zu betreuen und am Laufen zu halten. Dazu gehört, Komponenten nachzufüllen, den Prozess im Blick zu behalten und bei Störungen schnell zu reagieren. Außerdem gehören regelmäßige Wartungen dazu, damit alles stabil und reibungslos funktioniert.
Wie bist du auf BIOTRONIK aufmerksam geworden?
Auf BIOTRONIK bin ich schon vor ein paar Jahren aufmerksam geworden, als ich einen Arbeitsplatz in meiner Nähe gesucht habe. Damals habe ich mich auf eine Instandhalter-Position beworben, die ich über die Karriereseite gefunden hatte.
Auch wenn es damals nicht geklappt hat, sind mir das gute Gespräch und die Rahmenbedingungen positiv in Erinnerung geblieben. Deshalb habe ich mich im vergangenen Jahr noch einmal beworben – diesmal als Anlagenfahrer.
Was hat dich überzeugt, hier einzusteigen?
Ausschlaggebend war für mich vor allem das Bewerbungsgespräch. Es war angenehm und authentisch – kein distanziertes Interview, sondern ein offener Austausch auf Augenhöhe.
Zusätzlich haben mich die Rahmenbedingungen überzeugt. Gerade der Tarif nach IG Metall war für mich ein wichtiger Punkt. Zusammen mit dem guten Gespräch hatte ich das Gefühl, dass es fachlich und menschlich passt und BIOTRONIK ein Arbeitgeber ist, bei dem man sich langfristig wohlfühlen kann.
Bei BIOTRONIK seit
Juni 2024
Titel
Production Machine Operator (Anlagenfahrer)
Standort
Berlin, Deutschland
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Mein Arbeitstag beginnt damit, dass ich mich komplett für den Reinraum umziehe. Ich arbeite in der Reinraumstufe 7, der höchsten Stufe in unserem Bereich, und bin dort während der gesamten Schicht eingesetzt.
Zu Beginn prüfe ich die Schichtübergabe und schaue, was in der vorherigen Schicht passiert ist, zum Beispiel, ob die Instandhaltung an der Anlage war oder ob es Besonderheiten gab. Danach nehme ich mir bewusst ein paar Minuten Zeit für einen sauberen Übergang mit Kolleg*innen aus der Vorschicht. Das Vier-Augen-Prinzip spielt dabei eine wichtige Rolle.
Anschließend bereite ich meinen Arbeitsplatz vor, reinige ihn gründlich und dokumentiere die Schritte in SAP. Auch am Ende der Schicht gehören Reinigung und Dokumentation fest dazu.
Im laufenden Betrieb kümmere ich mich um verschiedene Komponenten wie Dichtungen, Federn, Stecker, Hülsen oder Mandrine. Über ein Produktionsprogramm sehe ich jederzeit, wie viel Material sich noch in der Anlage befindet. Bevor Komponenten eingesetzt werden, werden sie regelmäßig gewaschen und anschließend manuell sowie visuell geprüft, zum Beispiel unter dem Ultraschallbett. Gerade bei sensiblen Teilen ist diese Kontrolle besonders wichtig. Zusätzlich fallen wiederkehrende Wartungsarbeiten an, um die Anlage stabil zu halten.
Wir arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb. Pro Schicht sind jeweils ein Anlagenfahrer und ein Maschinenbediener im Einsatz. Man kann sich aufeinander verlassen und trägt gemeinsam Verantwortung dafür, dass die Qualität stimmt.
Was macht deine Arbeit bei BIOTRONIK für dich besonders?
Besonders schätze ich die freie Zeiteinteilung innerhalb meiner achtstündigen Arbeitszeit. Ich kann meine Aufgaben eigenverantwortlich organisieren und mir den Tag so strukturieren, dass er zum Ablauf der Anlage und zu den Anforderungen der Schicht passt.
Dieses Vertrauen und die Flexibilität geben mir das Gefühl, Verantwortung übernehmen zu können und gleichzeitig konzentriert und effizient zu arbeiten.
Was überrascht neue Kolleg*innen an deinem Job am meisten?
Viele sind zunächst überrascht, wie strukturiert – und manchmal auch langsam – Prozesse bei uns ablaufen. Im Medizintechnik-Umfeld ist das aber notwendig, weil Qualität, Sicherheit und Rückverfolgbarkeit oberste Priorität haben.
Gleichzeitig sind viele erstaunt, wie schnell die Einarbeitung trotzdem gelingt. Das Manufacturing Execution System (MES), das den Produktionsprozess digital steuert und begleitet, ist für viele anfangs komplett neu, etwa die Arbeit mit Containerkennziffern oder die Bedienung eines eher langsam reagierenden Programms. Mit guter Unterstützung im Team findet man sich aber schnell zurecht.
Was war dein bisher schönster Moment bei BIOTRONIK?
Einen einzelnen „besten Moment“ gibt es für mich nicht. Was meinen Arbeitsalltag insgesamt prägt, ist das freundliche Miteinander im Team. Kolleg*innen helfen sich gegenseitig, und auch die Vorgesetzten sind ansprechbar. Dieses offene und respektvolle Umfeld sorgt dafür, dass man sich schnell willkommen fühlt und gerne zur Arbeit kommt.
Gibt es etwas, das dich im Job oder privat besonders begeistert?
Neben der Arbeit ist Fußball für mich ein großes Thema. Ich schaue gerne Spiele und bin auch regelmäßig im Stadion, um Hertha live zu unterstützen – das ist für mich ein guter Ausgleich.
Außerdem verbringe ich gern Zeit mit Freunden, mache Städtetrips oder Strandurlaub und nutze freie Zeit bewusst, um abzuschalten und neue Energie zu tanken.
Welchen Tipp würdest du Bewerber*innen geben, die bei BIOTRONIK starten wollen?
Mein wichtigster Tipp ist: geduldig bleiben. Am Anfang gibt es viele Abläufe, Systeme und Prozesse, die neu sind und Zeit brauchen. Wer offen fragt, sich die Zeit nimmt und Schritt für Schritt dazulernt, findet gut ins Team und fühlt sich schnell sicherer.