Arbeite mit Lasse Schwarz zusammen
Seit September 2022 ist Lasse bei BIOTRONIK. Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker hat er sich bewusst für ein duales Studium in Wirtschaftsinformatik entschieden. Im Interview erzählt er, warum dieser Weg für ihn ideal war, welche Einblicke er in unterschiedlichen IT-Bereichen gewonnen hat und wie sich Verantwortung und Lernen bei BIOTRONIK verbinden lassen.
Duales Studium Wirtschaftsinformatik bei BIOTRONIK: IT, Prozesse, Praxis
Seit wann bist du bei BIOTRONIK und in welchem Studiengang?
Ich bin seit dem 1. September 2022 bei BIOTRONIK. Gestartet habe ich mit einer Ausbildung zum Fachinformatiker, die ich im Juli 2025 abgeschlossen habe. Danach war ich als Softwareentwickler in der Abteilung Business Solutions Development tätig, bevor im September mein duales Studium in Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin begonnen hat.
Wie lange geht das duale Studium?
Das Studium dauert drei Jahre. Zu Beginn hatte ich eine vorbereitende Praxisphase im Unternehmen, seit Oktober 2025 bin ich nun für drei Monate an der Hochschule.
Bei BIOTRONIK seit
September 2022
Titel
Fachinformatiker, Juli 2025
Standort
Berlin, Deutschland
Was genau lernst du hier?
In der Ausbildung habe ich gelernt zu programmieren, IT-Probleme auf Hardware- und Softwareebene zu lösen und IT-Abläufe zu verstehen. Dazu kam Projektmanagement – also Planung, Dokumentation und Zusammenarbeit im Team.
Im dualen Studium möchte ich die Informatik weiter vertiefen und gleichzeitig verstehen, welche betriebswirtschaftlichen Faktoren dahinterstehen. Wirtschaftsinformatik verbindet genau das: IT sinnvoll im Unternehmen einzusetzen und Prozesse zu verbessern. An der Hochschule lerne ich die Theorie, bei BIOTRONIK sehe ich direkt die praktische Umsetzung, etwa bei neuen Software-Tools oder Prozessoptimierungen.
Mir gefällt besonders, dass ich nicht nur Code schreibe, sondern auch verstehe, welchen Nutzen IT-Lösungen für das Unternehmen haben.
Warum erst Ausbildung, dann duales Studium?
Am Anfang war ich einfach auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb, der spannend klingt. Technik hat mich schon immer interessiert – und der Gedanke, in einem Unternehmen zu arbeiten, das komplexe technische Produkte entwickelt, fand ich deutlich faszinierender als zum Beispiel die Herstellung von Kugelschreibern oder die Erfindung der 10. Dating App.
Während der Ausbildung habe ich sehr viel gelernt, aber auch gemerkt, dass mich zusätzlich betriebswirtschaftliche Themen interessieren. Diese Idee habe ich früh mit meinem Ausbilder besprochen, der mich von Anfang an unterstützt hat. Gemeinsam mit unserem Ausbildungsbeauftragten haben wir verschiedene Wege durchgespielt – so bin ich beim dualen Studium gelandet.
Mit dem Studium kommt jetzt auch mehr Eigenverantwortung: Ich muss meine Termine, Einsätze und Absprachen selbst im Blick behalten. Das ist herausfordernd, aber genau das reizt mich.
Wie bist du auf BIOTRONIK aufmerksam geworden?
Ich bin über eine Anzeige auf Azubiyo auf BIOTRONIK gestoßen. Mich begeistert vor allem, was BIOTRONIK macht und wofür das Unternehmen steht. Die Vision „One Second. One Life“ hat mich sofort überzeugt: Menschenleben retten und verbessern.
Welche Projekte haben dir besonders Spaß gemacht?
Ein Highlight war ein Prototyp für eine Web-App zur Überwachung von Produktionsmaschinen inklusive Raspberry-Pi-Kamera, den ich gebaut habe. So konnte man die Maschinen überwachen, ohne jedes Mal den Reinraum betreten zu müssen. Das war mein erstes richtiges Programmierprojekt. Zu sehen, dass meine Arbeit zur Qualitätssicherung beitragen kann, war sehr motivierend.
Welche Einblicke konntest du bisher gewinnen?
Während meiner Ausbildung konnte ich viele verschiedene Bereiche kennenlernen: Im IT-Support habe ich viel über Computer und den Umgang mit Kund*innen gelernt. Im Digital Marketing durfte ich beim Relaunch der Unternehmenswebsite mithelfen. Das war richtig spannend, weil ich dadurch gesehen habe, wie komplex so ein Projekt ist. Die Seite ist international, und jedes Land hat eigene Anforderungen und Produktkataloge.
Auch in der HR-IT konnte ich Erfahrungen sammeln. Dort habe ich zusammen mit einem anderen BWL-Studenten eine interne Plattform für unsere Azubis und Dualstudierenden mitgestaltet – das hat mir besonders viel Spaß gemacht.
Ein echtes Highlight war außerdem die Zeit in der Abteilung Digital Factory Systems. Da habe ich miterlebt, wie die Kolleg*innen die Software für unsere Produktionsmaschinen entwickeln und warten, zum Beispiel, damit sich Roboter oder andere Anlagen in der Produktion bewegen können. Das war super spannend zu sehen.
Erzähl uns von deinem Abschlussprojekt – worum ging es und was hast du gemacht?
Mein Abschlussprojekt habe ich in der Abteilung Business Solutions Development umgesetzt. Dabei ging es um die Entwicklung einer Web-App zur Nutzerverwaltung in einem internen System, in dem fehlerhafte Produkte erfasst und Fehleranalysen dokumentiert werden.
Da die bestehende Oberfläche sehr überladen war, habe ich eine neue, übersichtlichere Weboberfläche entwickelt. Ich habe definiert, welche Nutzerrechte verschiedene Rollen haben und die Anwendung so gestaltet, dass sie intuitiv bedienbar ist.
Besonders spannend fand ich, dass ich für ein echtes Problem aus dem Unternehmensalltag eine eigene Lösung entwickeln konnte. Das war für mich ein sehr passender Abschluss meiner Ausbildung.
Das Projekt habe ich abschließend vor dem Prüfungsausschuss präsentiert – mit einer Präsentation und einer 15-minütigen Fragerunde zu Projektmanagement, Programmiersprachen und den verwendeten Frameworks. Im Ausschuss saßen sowohl IHK-Prüfer*innen als auch mein Berufsschullehrer.
Musstest du den regulären Bewerbungsprozess wie alle anderen durchlaufen?
Ja, ich habe den ganz normalen Bewerbungsprozess durchlaufen – mit Anschreiben, Lebenslauf und einem digitalen Einstellungstest zu Wirtschaft, Mathe, Informatik und logischem Denken. Danach folgte ein persönliches Gespräch mit der Ausbildungsleitung und dem Ausbilder.
Der Ablauf war sehr ähnlich wie bei meiner Ausbildung, nur ohne Gruppendiskussion. Der einzige kleine Vorteil war, dass ich beim Gespräch bereits einige Kolleg*innen kannte, ansonsten lief alles ganz regulär.
Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?
Mein Tag beginnt mit einem Überblick Kalender und Aufgaben. Wir haben tägliche kurze Team-Meetings und wöchentliche Projekt-Reviews.
Meine Aufgaben bekomme ich von meinem Vorgesetzten – wie ich sie umsetze, plane ich aber selbst. Ich lege mir dafür meine Wochen- und Tagesziele fest, oft anhand eines Projektplans. Danach starte ich mit meinen Tageszielen, zum Beispiel schreibe ich Programmcode, um Daten aus einer Datenbank abzurufen und visuell darzustellen. Anschließend teste ich den Code mit Softwaretests, um sicherzugehen, dass alles funktioniert. Manchmal schreibe ich auch Dokumentationen, damit andere später nachvollziehen können, was ich gemacht habe. Hin und wieder bereite ich auch Präsentationen für Projektstände oder -ergebnisse vor.
In der Mittagspause und auch nach der Arbeit treffe ich oft andere Azubis oder Kolleg*innen. Mir ist wichtig, dass wir viel Spaß haben und gemeinsam lachen können. Einige sind inzwischen richtige Freunde geworden.
Wie wirst du beim Lernen unterstützt?
Es gibt regelmäßige Treffen aller Fachinformatik-Azubis, Feedbackgespräche nach jeder Abteilung und die Möglichkeit, eigene Projekte umzusetzen. Zusätzlich haben wir Zugang zu Udemy und können dort selbstständig Kurse belegen.
Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Ich möchte mir im Studium Zeit nehmen, herauszufinden, welcher IT-Bereich am besten zu mir passt. Langfristig kann ich mir auch einen Master vorstellen, aber das entscheide ich später.
Was machst du in deiner Freizeit?
Ich bin gern draußen unterwegs, gehe wandern oder angeln und spiele auch mal Computerspiele – das ist mein Ausgleich zur Arbeit am Rechner.
Welchen Tipp würdest du Schüler*innen oder Studierenden geben?
Traut euch, eine Ausbildung zu machen – sie ist ein sehr guter Start ins Berufsleben. Und wer sich für ein Studium interessiert, dem würde ich auf jeden Fall ein duales Studium empfehlen. Man sammelt praktische Erfahrung, lernt verschiedene Fachbereiche kennen und findet heraus, was einem wirklich Spaß macht.