Arbeite mit Roman Kotschetkow zusammen
Seit September 2023 macht Roman seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei BIOTRONIK. Im Interview erzählt er, wie vielseitig die Ausbildung ist, warum ihn die Verbindung von IT und Medizintechnik überzeugt hat und wie früh Auszubildende hier Verantwortung übernehmen.
Ausbildung in der IT bei BIOTRONIK: Technik, Praxis, Perspektiven
Seit wann bist du bei BIOTRONIK und in welcher Ausbildung?
Ich bin seit dem 1. September 2023 bei BIOTRONIK und mache hier meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Inzwischen bin ich im dritten Lehrjahr.
Die Ausbildung dauert – je nach Prüfungszeitpunkt – etwa drei bis dreieinhalb Jahre. Der Ablauf ist sehr abwechslungsreich: Zwei Wochen Praxisphase im Unternehmen, eine Woche Berufsschule. In den Ferien bin ich komplett in der Praxis und habe 30 Urlaubstage pro Jahr.
Nach jeder Praxisphase schreibe ich einen Bericht über meine Aufgaben und das, was ich gelernt habe. Je nach Abteilung können die Praxisphasen auch flexibel verlängert oder verkürzt werden.
Was hat dein Interesse an der IT geweckt?
Mein Interesse an IT begleitet mich schon seit der Grundschule. Meine Eltern haben mir früh einen eigenen Computer mit Internet eingerichtet. Dadurch konnte ich schon sehr jung viel ausprobieren und habe schnell gemerkt, wie vielfältig die digitale Welt ist.
In meiner Familie war ich bald derjenige, den man bei Computer- oder Handyproblemen gefragt hat. Für mich war deshalb relativ früh klar, dass ich später etwas in Richtung IT machen möchte.
Wie bist du auf BIOTRONIK aufmerksam geworden?
Ich bin über eine Anzeige auf Azubiyo auf BIOTRONIK gestoßen. Die Ausbildung klang sofort spannend, weil sie IT und Medizintechnik verbindet – so eine Kombination findet man nicht oft.
Die Stellenanzeige war klar und verständlich formuliert, was im Vergleich zu vielen anderen direkt herausgestochen ist. Ehrlich gesagt spielte auch die praktische Seite eine Rolle: Der Arbeitsweg war deutlich kürzer als zum Beispiel zur Uni.
Warum hast du dich für BIOTRONIK entschieden?
Der Unternehmenszweck von BIOTRONIK hat mich sofort angesprochen. Ich komme aus einer Ärztefamilie und fand es schon immer spannend, wie Technologie die Medizin unterstützen kann. Gleichzeitig war mir wichtig, meinen eigenen Weg zu gehen und mich klar auf IT zu spezialisieren.
Deshalb habe ich zunächst Bioinformatik an der Freien Universität studiert. Während der Corona-Zeit habe ich aber gemerkt, dass das Studium nicht optimal zu mir passt. BIOTRONIK war dann für mich die perfekte Verbindung aus Medizin und Technologie.
Hier kann ich IT-Fachwissen aufbauen und gleichzeitig in einem Umfeld arbeiten, das medizinische Innovationen vorantreibt.
Bei BIOTRONIK seit
September 2023
Titel
Fachinformatiker für Systemintegration
Standort
Berlin, Deutschland
Was hat dich überzeugt, hier zu starten?
Mich haben vor allem die Vision und die Leitgedanken von BIOTRONIK überzeugt – „From Vision to Impact“ und „One Second. One Life“. Sie zeigen, wie viel Verantwortung und Bedeutung hinter der Arbeit hier stecken.
In der Vorbereitung auf meine Bewerbung habe ich einen Podcast mit dem Personalleiter gehört, in dem BIOTRONIK als Hidden Champion und einer der größten Medizintechnikhersteller mit Hauptsitz in Berlin vorgestellt wurde. Die Professionalität und Innovationskraft, die dort beschrieben wurden, haben gut zu meinen eigenen Zielen gepasst.
Besonders spannend finde ich die internationale Zusammenarbeit mit Kolleg*innen aus Indien, den USA und Singapur, zum Beispiel im Remote Support oder bei VPN-Zertifikaten. Ich merke, wie vielseitig und verantwortungsvoll IT-Arbeit hier ist.
Was genau lernst du in der Ausbildung?
Ich lerne alles rund um IT-Systeme, entwickle kleine Anwendungslösungen, schreibe Dokumentationen oder Anleitungen und präsentiere Ergebnisse.
Zusätzlich bekomme ich Einblicke in Programmierung, zum Beispiel mit JavaScript, und lerne viel über Datenschutz, Netzwerksicherheit und Lizenzmanagement. Besonders spannend finde ich, dass ich viele Abteilungen durchlaufe – vom User Help Desk über Business Solutions bis hin zu Cybersecurity und IT-Einkauf.
Im User Help Desk habe ich zum Beispiel schnell gelernt, wie man professionell mit Anwender*innen kommuniziert und komplizierte IT-Themen verständlich erklärt. Das hat mir wirklich Spaß gemacht. So bekomme ich einen richtig guten Überblick, wie IT bei BIOTRONIK funktioniert und wie alles zusammenhängt. Außerdem bekommen alle Azubis direkt zu Beginn ein Kommunikationstraining, was mir sehr geholfen hat.
Wie sieht ein typischer Tag aus?
Mein Arbeitstag beginnt meist gegen 9 Uhr – zuerst gibt’s einen Kaffee, das gehört für mich einfach dazu. Danach schaue ich meine E-Mails durch, plane meine Aufgaben und setze Prioritäten.
Jeden Montag habe ich ein Stand-up mit meiner Ausbildungsbeauftragten. Wir besprechen Projekte, offene Fragen und Feedback. Aktuell arbeite ich viel im Bereich Cybersecurity, unterstütze Kolleg*innen, erstelle Dokumentationen und arbeite an der Migration veralteter Systeme.
Ich strukturiere meinen Tag oft mit der Pomodoro-Technik: 40 Minuten fokussiert arbeiten, 5 Minuten Pause. So komme ich gut voran. Mittags gehe ich meistens mit anderen Azubis und Dual Studierenden in die Kantine. Wir tauschen uns dann viel aus – über IT-Themen genauso wie über das Studium oder unsere Projekte. Das lockert den Tag auf und man merkt, dass wir alle in ähnlichen Situationen stecken.
Welchen Tipp würdest du Schüler*innen geben?
Traut euch. Bei BIOTRONIK trefft ihr auf ein offenes, unterstützendes Umfeld, in dem Zusammenarbeit wirklich gelebt wird. Die Ausbildung ist anspruchsvoll, aber genau das macht sie spannend.
Wer Technik mag, gerne im Team arbeitet und etwas Sinnvolles tun möchte, findet hier einen sehr guten Einstieg ins Berufsleben.
Welche Projekte haben dir besonders Spaß gemacht?
Mir haben bisher viele unterschiedliche Dinge Spaß gemacht – sowohl fachlich als auch im sozialen Bereich. Zum Beispiel habe ich schon bei mehreren Freizeitaktivitäten für Azubis und Dualis mitgeholfen. Wir treffen uns regelmäßig auch nach der Arbeit, etwa zum Billardspielen oder zum gemeinsamen Essen. Das macht nicht nur Spaß, sondern stärkt auch den Zusammenhalt und hilft uns, ein richtig gutes Netzwerk aufzubauen.
Ein Highlight war außerdem ein Projekt zur Entwicklung einer SharePoint-Seite für das Betriebliche Vorschlagswesen. Dabei konnte ich viel über Produktionsprozesse lernen und neue Kontakte knüpfen.
Sehr wichtig ist mir auch meine Arbeit im User Help Desk. Es motiviert mich, wenn ich Kolleg*innen bei Problemen helfen kann. Ich merke dann, wie entscheidend zuverlässiger Support für den reibungslosen Geschäftsablauf ist. Und ich kann sogar meine Sprachkenntnisse in Russisch und Englisch einbringen, weil ich oft Kontakt mit Anwender*innen im Ausland habe. Das zeigt mir, wie vielfältig und praxisnah die Ausbildung hier ist.
Wie wirst du unterstützt, Neues zu lernen?
Ich habe viel Unterstützung durch Kolleg*innen und Ausbilder. Außerdem konnte ich die Rolle in der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) übernehmen und an Workshops zu Arbeitsrecht und den Rechten und Pflichten von Auszubildenden teilnehmen. Dieses Wissen bringe ich jetzt auch proaktiv in meinem Team ein.
Über Udemy kann ich zusätzliche Kurse belegen, zum Beispiel zu Zeitmanagement oder Netzwerktechnik. Einmal im Monat gibt es außerdem ein Treffen aller Fachinformatik-Azubis mit unserem Ausbilder. Dort sprechen wir über organisatorische Themen, aktuelle Projekte und stellen unsere Ergebnisse vor.
Am Ende jeder Abteilung schreiben wir zudem einen Abteilungsbericht und bewerten unsere Arbeit. Das ist die Grundlage für ein Feedbackgespräch, in dem wir uns selbst einschätzen und auch Rückmeldung bekommen. Ich finde das super hilfreich, weil man dadurch aus Erfahrungen lernt und sich ganz gezielt verbessern kann.
Was sind deine Pläne nach der Ausbildung?
Nach der Ausbildung kann ich mir gut ein duales Studium vorstellen, zum Beispiel Wirtschaftsinformatik oder Industrie-BWL. Besonders die kaufmännischen Aspekte haben mir überraschend viel Spaß gemacht, etwa im Einkauf bei Angebotsanalysen und Verhandlungen.
Was machst du in deiner Freizeit?
Nach einem Tag am Bildschirm brauche ich Bewegung: Krafttraining, Laufen, Tischtennis, Kanu fahren oder Skifahren. Außerdem lese ich gerne Sachbücher über Zeitmanagement oder fokussiertes Arbeiten.
Und zum Abschalten spiele ich Videospiele – oft gemeinsam mit Freunden. Das macht Spaß und ist ein guter Kontrast zu den eher strukturierten Aufgaben im Job.