Direkt zum Inhalt
BERLIN, Germany

Größte geschlechtsspezifische CRT-Studie zeigt, dass Frauen stärker von kardialer Resynchronisationstherapie profitieren

• BIOTRONIK’s BIO│WOMEN-Studie inkludierte 474 Patient*innen in acht Ländern, darunter Deutschland
• Sie addressiert eine wichtige Versorgungslücke, denn Herzinsuffizienz bleibt bei Frauen häufig unerkannt und unterbehandelt

Zum Internationalen Frauentag rückt BIOTRONIK eine für die Herzgesundheit von Frauen wichtige Forschungsarbeit in den Mittelpunkt: Die internationale BIO│WOMEN‑Studie untersucht erstmals in dieser Größenordnung geschlechtsspezifische Unterschiede in der Reaktion auf die kardiale Resynchronisationstherapie (englisch Cardiac Resynchronization Therapy, CRT) bei Patient:innen mit Herzinsuffizienz. Die im International Journal of Cardiology veröffentlichten Ergebnisse zeigen deutlich, dass Frauen klinisch und echokardiografisch stärker von CRT profitieren als Männer. Damit setzt BIOTRONIK ein wichtiges Zeichen für mehr Chancengleichheit in Diagnose und Therapie.

Die BIO│WOMEN-Studie ist die bislang größte prospektive Untersuchung geschlechtsspezifischer CRT‑Ergebnisse. Insgesamt wurden 474 Patientinnen und Patienten (230 Frauen, 244 Männer) an 25 Zentren in sieben europäischen Ländern sowie Israel eingeschlossen. Der hohe Anteil weiblicher Teilnehmerinnen stellt einen wichtigen Fortschritt dar, da Frauen in CRT‑Studien traditionell unterrepräsentiert sind. Alle Teilnehmenden erhielten CRT‑Systeme von BIOTRONIK, darunter Edora HF T- und Iperia HF T‑Geräte oder deren Nachfolgegenerationen.

Zentrale Studienergebnisse:

  • Signifikant stärkere Verbesserung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) bei Frauen nach zwölf Monaten (+14,7 % vs. +11,5 %, p ≤ 0,01)
  • Weibliches Geschlecht als unabhängiger Prädiktor für das Therapieansprechen
    (+2,53 % adjustierte LVEF‑Verbesserung, p = 0.023)
  • Höhere Responder‑Rate bei Frauen (83,3 % vs. 70,6 %, p = 0.003) – verbunden mit stärkerem Reverse Remodeling und besserer Lebensqualität
  • Niedrigeres kombiniertes Risiko für Tod oder HF‑Hospitalisierung bei Frauen (HR 0,41, p = 0.045)

„Patientinnen mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion sind in Studien häufig unterrepräsentiert und erhalten in der klinischen Praxis seltener eine CRT. Die BIO│WOMEN‑Studie liefert entscheidende Evidenz, um sicherzustellen, dass Frauen gemäß Leitlinie erkannt, überwiesen und behandelt werden“, sagt Dr. Lieselot van Erven, koordinierende klinische Studienleiterin der BIO│WOMEN‑Studie.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung geschlechtsspezifischer Faktoren bei der Identifikation geeigneter CRT‑Kandidat*innen. Zudem stehen sie im Einklang mit den aktualisierten HRS‑Leitlinien von 2023, die das weibliche Geschlecht als Faktor für ein besseres CRT‑Ansprechen hervorheben.

In einem begleitenden Editorial im International Journal of Cardiology würdigt Prof. Majid Haghjoo vom Rajaie Cardiovascular Medical and Research Center in Teheran, Iran, die BIO│WOMEN‑Studie als Weckruf, Geschlecht als entscheidenden Faktor in der CRT‑Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Er hebt das robuste Studiendesign, die ausgewogene Rekrutierung sowie die klinische Relevanz der Ergebnisse hervor. Gerechter Zugang zur CRT sei nicht nur fair – sondern klinisch notwendig.

Die BIO│WOMEN‑Studie unterstreicht eindrucksvoll die führende Rolle von BIOTRONIK in der patientenorientierten Forschung und zeigt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse dazu beitragen können, mehr Chancengleichheit in der Versorgung zu erreichen. Mit seinem Engagement für geschlechtsspezifische Forschung vertieft das Unternehmen das Verständnis dafür, wie Frauen auf die CRT‑Therapie reagieren, und unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, noch präziser und individueller zu therapieren.

- ENDE - 

Über BIOTRONIK

Seit über 60 Jahren steht BIOTRONIK an der Spitze der Medizintechnik und entwickelt Innovationen, die das Leben von Millionen Menschen mit Herzerkrankungen und chronischen Schmerzen verändern. Unser Ziel ist es, Technologie perfekt den individuellen Patientenbedürfnissen anzupassen. Mit unseren intelligenten Implantaten für das Herzrhythmusmanagement, Monitoring und die Neuromodulation sowie mit innovativen Lösungen in der Elektrophysiologie unterstützen wir zuverlässige, lebensverändernde Therapien. Von der Entwicklung des ersten Herzschrittmachers in Deutschland im Jahr 1963 über physiologische Stimulation (CSP) hin zu bahnbrechenden digitalen Lösungen für ein ganzheitliches Therapiemanagement setzen wir kontinuierlich neue Maßstäbe für Qualität, Leistung und Innovation. Mit Hauptsitz in Berlin ist BIOTRONIK heute in über 100 Ländern weltweit vertreten – und gestaltet mit zukunftsweisenden Lösungen die nächste Generation der Medizintechnik.